Ich befinde mich auf der Flucht. Immer weiter renne ich ziellos dem Horizont entgegen. Nach und nach geht mir der Atem aus, die Luft wird mir knapp. Doch ich höre nicht auf zu rennen, flüchte mich vor der Realität. Ich renne Dämonen und Engeln entgegen, schreie sie an, sie sollen mich empfangen. Tot oder Lebendig.
Keuchend und zitternd breche ich zusammen, blicke hinter mich… Sehe wie die Realität auf mich zu stürmt, wie eine riesige Welle. Nein… Ich muss hier weg. Ich zwinge mich auf zustehen, weiter … Immer weiter, den Horizont nicht aus den Augen lassend schleppe ich ein Bein nach dem anderen nach vorn. Wann hat diese Jagd ein Ende?
Wieder breche ich zusammen. Mein Herz rast, meine Lunge schmerzt… Vor Erschöpfung kann ich kaum die Augen auf behalten.
Ein Paar tropfen der Realität berühren meine Haut. Es brennt wie Feuer. Ich schreie vor Schmerzen, Schreie wie eine Wahnsinnige, reiße mir die Haare aus, wälze mich auf dem Boden. Ich muss diese Verzweiflung los werden.
Wieder zwinge ich mich hoch. Ich sehe Sterne, kann meine Umgebung kaum erkennen. Aber keine Erschöpfung auf dieser Welt, kann schlimmer sein, als diese Realität. Wenn sie mich erwischt wird Sie mich in den Wahnsinn treiben. Ich werde dem Wahnsinn vollkommen ausgeliefert sein, das kann ich nicht zu lassen. Also renne ich weiter, ohne mich selbst noch zu spüren,flüchte ich vor diesem Grauen.
Autor: Selena
Mohnblumen
Ich bin glücklich… alles geht bergauf derzeit. So glücklich wie ich bin, war ich ewig nicht mehr. Mit einem mal bin ich in der Lage mich über alles zu freuen.
Gestern war ich mit dem Auto auf dem Weg nach Hause… da bin ich über einen langen Feldweg gefahren.
In dem ganzen Grün des Feldes, war eine einzige Mohnblume. Knallrot, und hevorstechend. Ich musste lachen… Es ist unglaublich, wie diese schwache Mohnblume, die sterben würde, sobald man sie pflückt, so stark und einzigartig wirkt. Sie lässt sich nichts von ihrer Schwäche anmerken.. und ist wunderschön!
Ich habe ein gutes Gefühl was meine nähere Zukunft betrifft! Ich bin sehr zufrieden, und glücklich. Allerdings bedeutet das nicht, das ich andere Ziele außer Acht lasse… Ich habe ein Ziel, welches ich niemals vergessen werde, und mein Glück gibt mir die nötige Energie meinen Weg zu planen. Denn die Energie die mich antreiben muss, darf nicht von Hass und Aggression kommen, nein, sie muss von Hoffnung und Zuversicht geprägt sein. Dann habe ich eine wahre Chance, zu erreichen, was ich anstrebe.
Wichtig ist, zu wissen… das die warme Sonne meine Haut wärmt, die frische Luft meine Seele reinigt, der Duft von Blumen meine Gedanken beflügelt… und wenn ich mich dann umsehe, und die Menschen um mich herum, mit offenen Augen betrachte.. Die Verkäuferinnen in den Geschäften sehe… Menschen sehe, die jeden Tag ihre Arbeit vollbringen… dann muss ich feststellen, das jeder von ihnen etwas besonderes ist. Und das auch sie Wünsche und Ziele haben… Und das gerade diese Menschen es sind, die eine bessere Welt brauchen. Ich will nicht nur für mich kämpfen… Irgendwann werde ich für Sie alle kämpfen.
Bis dahin werde ich leben!
Das Eis
Nimm an du hörst hier einen Schrei, der ewig andauerd…
Nimm an du siehst hier ein Meer aus Tränen…
Nimm an es ist hier ein dunkler Ort… dunkler, als es jede Vorstellungskraft vermag zu sehen…
Stell dir vor es ist hier bitter kalt… so kalt, dass dieses Meer aus Tränen gefroren ist…
Du stehst auf diesem gefrorenen Meer, an diesem dunkelen Ort…
Der Schrei schmerzt dir in den Ohren…
Du läufst also auf dem Eis… dir ist kalt… Du schaust runter, und siehst eingefroren im Eis, Stalketten…
Du folgst diesen Stahlketten, Sie führend in die Mitte des Eises, dort halten sie einen Dämonen fest. Einen Dämonen in Engelsgestalt…
Du siehst nur diesen Engel… Du spürst sofort, das er der Ursprung des Ortes ist. Der Schrei, die Tränen… Du realisierst sofort, das sie von ihm kommen.
Die Ketten halten ihn fest an diesem Ort. Er kann sich nicht bewegen. Du verspürst den Willen diesen Engel zu befreien und ziehst an einer der Ketten, doch der Engel.. nein, der Dämon… faucht dich an… Du schreckst zurück… Du realisierst das die Ketten die ihn halten, von dem Meer, was er erzeugt, und eingefroren hat, gehalten werden… Du siehst wie er an seinen Ketten reißt… Du verstehst nicht, wieso reißt er an den Ketten die er selber hält?
Du fragst ihn. Dann schaut er dich an… Sein blick ist so durchdringend… traurig… Schmerzerfüllt… Sein Schrei übernimmt dich, dein ganzer Körper… Du versuchst dir die Ohren zuzuhalten, doch es ist zwecklos, der Schrei ist in deinem Körper, du hörst ihn von innen heraus, du brichst zusammen… dir wird kalt.. du öffnest die Augen und realisiert, das du selbst der Dämon bist, und für die Fragen, die du dir selbst stellen willst, nicht eine Antwort hast.
Alles was du weißt, ist… das dir bitterkalt ist.
Traum bleibt Traum
Wenn ich vermag zu träumen, was ich nicht Träumen darf…
Obwohl der Samen eines Traumes so widerspenstig, immer wieder neu aufkeimt, um dann im Staub zertreten zu werden… wird er doch irgendwann schwächer, und raubt mir den Mut.
Der grüne Sprossen tritt erneut aus der Erde hervor…
Wie Risikobereit kann ich sein? Wenn ein Leben lang die Leute lachen?Alles oder nichts. Bekomme ich alles, bin ich glücklich… Bekomme ich nichts… Was dann?
Ziele
Jeden Tag wird mir ein Stückchen mehr bewusst, dass ich zwar Träume, oder vermeintliche Ziele habe, sie jedoch in dieser Welt unerfüllbar sind, und es wohl immer sein werden. Da an jeden einzelnen oft Anforderungen und Bedingungen gestellt werden, die vielleicht eie gewisse Masse, jedoch nicht ein Individuum, wie ich mich als eins sehe, erfüllen kann.
Da bleibt mir nichts anderes übrig als bei dem Glauben zu bleiben, ich sei ohne Ziele, und wüßte nicht was ich wolle.
Verbrennen und Vergessen
Dort saß sie.
In diesem großen Raum. Mit Einer Millionen Schubladen. Diese Schubladen waren ihr egal. Es schien ihr Mittlerweile lächerlich mal daran geglaubt zu haben dort irgend etwas zu finden. In diesen Schubladen würde sie keine Antwort finden.
Ihr Kopf war leer. Sie konnte nicht mehr denken. Sie saß nur dort und wiederholte leise und monoton immer wieder die selben Worte…
Verbrennen, Vergessen, Verbrennen, Vergessen, Verbrennen, Vergessen…
Verbrennen und Vergessen. War das die einzige Methode, um nicht wahnsinnig zu werden? Es fiel ihr wirklich nichts anderes ein.
Mit ausgestreckten Armen und Beinen lag sie nun auf dem Boden. Der Geruch von Benzin brannte in ihrer Nase. In der Ecke lag ein leerer Benzinkanister. Sie sah sich um.
Sie hatte den ganzen Raum, alle Bücher und Zettel, alle Schubladen und sich selbst mit Benzin überschüttet. So war es richtig… Das würde alles beenden.
Sie setzte sich wieder, und bemerkte ein Buch.
Sie klappte es auf, und las die letzte Seite…
„3-12-15-21-4 …Ich finde es interessant, es so zu schreiben… Irgendwie hat es mich angesprochen. Weißt du, ich lese sie alle. Jeden Tag. Ich kann gar nicht anders… und ich bin unglaublich unglücklich darüber, wie es jetzt ist. Ich wollte über alles mit dir reden, aber irgend etwas macht es mir unmöglich. Du bist mir total wichtig. Unglaublich wichtig. Und jede Sekunde mache ich mir Sorgen um dich. Leider bin ich zu blöd es zum Ausdruck zu bringen, und jeder Versuch scheitert in Auseinandersetzungen… Ach was mach ich hier nur…“
Sie klappte das Buch zu. … Aber nach kurzem Nachdenken öffnete Sie es wieder und las jede einzelne Seite in diesem Buch.
Nach einer Weile hatte sie das Buch zu Ende gelesen.
Wer hat das denn geschrieben? Sie verstand es nicht. Und sie war sauer über jedes Wort was in diesem Buch stand.
Es passte nicht. Nichts was da drin stand passte. Ein ganzes Buch von Unstimmigkeiten.
Und gleichzeitig war dieses Buch traurig.
Wer schrieb so ein Buch? Die Geschichte beschäftigte sie.Sie schloss die Augen und begann darüber nachzudenken.
Stopp.
Hör auf zu denken.
Sie öffnete die Augen… Sie waren wieder kalt und leer.
Verbrennen, Vergessen, Verbrennen, Vergessen…
Sie riss die Seiten aus dem Buch und verteilte sie im Raum.
Jetzt holte sie die Streichhölzer aus ihrer Tasche und sah sich ein letztes mal um.
Die Tür öffnete sich und ein kleines Mädchen sah zur Tür hinein. Das Mädchen sah sich um, und bekam ganz große Augen. „Nein!“ sie rannte in die Mitte des Raumes… „Was tust du da?! Hör auf!!“
„Es ist zu spät…“ flüsterte sie, zündete das Streichholz und warf es auf den Boden.
Das Mädchen konnte sie nicht mehr aufhalten… Der ganze Raum stand mit einem mal in Flammen.
Und sie freute sich. Lachte laut… Während auch sie von den Flammen verschlungen wurde.
Tu es.
Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr.
Mir ist schlecht.
Drück den Knopf. Schalt mich aus. Los. Bitte.
Ich will verschwinden.
Schalt das Licht aus. Schließ die Tür. Lass mich gehen.
Schick mich weg.
Lass mich verschwinden.
Sorg dafür das alle mich vergessen.
Sorg dafür das jeder denkt ich hätte nie existiert.
Lösch mich aus allen Erinnerungen.
Lösch mich aus dieser Welt. Zerstöre meine Existenz.
Los. Tu es. Tu es endlich.
Ich will nicht mehr… kann nicht mehr…
Nicht mehr warten.
Cogito ergo sum
„Cogito ergo sum – Ich denke, also bin ich“ René Descartes
Ich denke, also bin ich.
Ich kann für mich behaupten das dieser Satz, auf mich zutrifft. Es ist der Satz der mir beweist das ich irgendwie existieren muss.
Doch als was?
Bin ich ein Mensch aus Fleisch und Blut? So wie ich mich sehe und fühle?
Kann ich diesen Sinnen vertrauen?
Und was ist mit den Menschen um mich herum?
Denken sie auch? Sind sie auch ?
Ich werde nie erfahren ob es jemand nur sagt, oder ob er so denken kann wie ich. Diese greifbaren, echten Gedanken. Ich will es nicht anzweifeln. Ich will nicht an der Existenz meiner Mitmenschen zweifeln. Und doch kann ich es nicht wissen.
Genauso wenig wie ich von meiner Existenz als Mensch überzeugt bin.
Beruht meine Existenz auf einer Idee eines vollkommenen Wesens? Gibt es etwas vollkommenes?
Und wären wir nur Ideen, wäre dann nicht alles möglich?
Muss man vielleicht tatsächlich nur die Existenz des Löffels anzweifeln um ihn zu verbiegen? Wie in Matrix?
Ich frage mich, ist das was ich sehe und fühle.. höre und rieche.. ist das alles real?
Gibt es eine Realität?
Und wenn ja, ist es dann die, die ich wahrnehme?
Oder sind das alles nur Wunschvorstellungen? Ist es wohl möglich das ich tatsächlich nur ein zufälliges Lebewesen auf diesem Planeten bin, und meine Gedanken nur chemische Reaktionen sind?
Daran will ich nicht glauben… Das erste mal als mir dieser Gedanke kam, riss es mich von den Knien. Das Aufstehen war gar nicht so einfach. Und sollte es tatsächlich einen Beweis geben das es nur das gibt, was ich sehe und fühle, verliere ich jeden Lebenswillen den ich habe.
Und der ist derzeit unglaublich stark.
Andererseits würde ich jedes Risiko für den Beweis eingehen, dass das hier nicht alles ist. Jedes Risiko.
Und wenn ich meine Seele an den Teufel verkaufen müsste.
Der kleine Mann und seine Tomaten
Weißt du was das deprimierende an dieser Welt ist?
Es ist alles. Das ganze System, kann auf Dauer nicht funktionieren. Es macht unglücklich…
Manchmal wünschte ich, irgendetwas würde vom Himmel fallen und die ganze Welt verändern. Alle müssten von vorne Anfangen. Jeder mit den selben Chancen.
Das Geld muss verschwinden.
Man hat in dieser Welt einfach keinen Bezug mehr zu dem was man tut.
Vielleicht klingt es für viele Ohren altmodisch, aber ich bin für den Tauschhandel.
Wenn ich zum Beispiel wüsste, dass ich im Garten Kartoffeln anpflanze, um diese dann gegen Dinge zu tauschen die ich brauche, dann würde ich es lieben Kartoffeln anzupflanzen. Ich wüsste wieso ich es tue. Jeder würde das tun was er kann, um das zu bekommen, was er braucht. So sollte die Welt funktionieren.
Es hätte weitere Vorteile… Es gäbe keinen Überschuss von irgendetwas. Alles hätte seinen Ausgleich. Und viele, zu mindest ich, wäre um einiges glücklicher.
Ich tue das, was ich tue, weil ich brauche, was ich brauche.
Im Gegensatz dazu macht es überhaupt keinen Sinn, in einem Büro am Telefon zu sitzen und Menschen anzulügen. Das allein dient zu dem Zweck das die Person, die hinter dem Ganzen steht, mehr Geld bekommt. Und wozu? Würde es nicht völlig ausreichen wenn jeder das hätte, was er braucht?
Das ist das Problem an Geld. Jeder braucht es, um das zu bekommen was er braucht. Und im Gegensatz zu Lebensmitteln, und anderen lebensnotwendigen Dingen, will jeder der es hat mehr davon.
Jeder will einen Überschuss.
Würdest du dir jemals 20 Packungen Brot, als einzelne Person in den Schrank legen? Das Brot würde verschimmeln, bevor du überhaupt die Hälfte gegessen hättest. So viel brauch man nicht. Aber Geld. Geld wird nicht schlecht. Und deswegen produziert jeder der noch produziert, mehr, mehr und mehr. In der Hoffnung jeder kauft, kauft und kauft.
So haben wir nur Überschuss. Überschuss an Nahrung, Überschuss an allem. Und bei Manchen, einen großen Überschuss an Geld. Dieses Geld fehlt aber. Da überall dieser Überschuss ist, kann sich kein kleiner Mann mehr hinstellen und seine 10 Tomaten verkaufen.
Die wird er nämlich nicht los.
Weil der große Konzern bereits 10 Millionen Tomaten bereitstellt. Für wenig Geld.
Also muss sich dieser kleine Mann bei diesem großen Konzern an den Schreibtisch setzen und ausrechnen wie viele Tomaten übrig bleiben, wenn 1 Millionen verkauft wurden. 9 Millionen. Dies schreibt der kleine Mann dann auf. Dieser kleine Mann schreibt jeden Tag auf wie viele Tomaten weg geschmissen werden.
In einer guten Welt, würde dieser kleine Mann nicht rechnen müssen. Er würde jeden Tag 21 Tomaten pflücken, 20 tauschen und eine essen. Und er hätte alles was er bräuchte.
In der Realität aber, darf dieser kleine Mann keine von den 9 Millionen weg geschmissenen Tomaten essen. Weil dies zur Verwirrung in der „Buchhaltung führt“.
Seine Aufgabe ist abschreiben. Tag ein, Tag aus. Und welchen Bezug hat das, zu dem was er braucht? Wofür er das tut? Keinen mehr.
Ich könnte mich noch stundenlang aufregen. Zum Beispiel, dass es früher darum ging, glücklich und zufrieden, statt reich zu sein.
Oder, dass dieser kleine Mann einst vor langer Zeit, sich einen freien Platz hätte suchen können, sich sein Häuslein bauen können vor dem er die frischen und vor allem nicht verseuchten Tomaten hätte anpflanzen können.
Und ich schwöre dir, er wäre um einiges glücklicher damit, den Erfolg seiner Arbeit zu sehen, statt die 9 Millionen weg geworfenen Tomaten auf einem Blatt Papier.
Regen
Es regnet schon den ganzen Tag. Ich mag Regen. Mittlerweile habe ich festgestellt, dass ich ihn wirklich mag.
Mein täglicher Begleiter, das kleine schwarze Wollknoll, schaut mich mit seinen großen Augen an. Es liebt den Regen auch. Quiekend hüpft es vor mir hin und her. „Vergiss mich nicht! Vergiss mich nicht!“
Ich schaue es an, und lächele ihm zu. „Wie könnte ich dich Vergessen?“ Ich schaue hinaus in den Regen, und weit in den kühlen grauen Himmel…
Währenddessen höre ich einen meiner Lieblingssongs…