Ich befinde mich auf der Flucht. Immer weiter renne ich ziellos dem Horizont entgegen. Nach und nach geht mir der Atem aus, die Luft wird mir knapp. Doch ich höre nicht auf zu rennen, flüchte mich vor der Realität. Ich renne Dämonen und Engeln entgegen, schreie sie an, sie sollen mich empfangen. Tot oder Lebendig.
Keuchend und zitternd breche ich zusammen, blicke hinter mich… Sehe wie die Realität auf mich zu stürmt, wie eine riesige Welle. Nein… Ich muss hier weg. Ich zwinge mich auf zustehen, weiter … Immer weiter, den Horizont nicht aus den Augen lassend schleppe ich ein Bein nach dem anderen nach vorn. Wann hat diese Jagd ein Ende?
Wieder breche ich zusammen. Mein Herz rast, meine Lunge schmerzt… Vor Erschöpfung kann ich kaum die Augen auf behalten.
Ein Paar tropfen der Realität berühren meine Haut. Es brennt wie Feuer. Ich schreie vor Schmerzen, Schreie wie eine Wahnsinnige, reiße mir die Haare aus, wälze mich auf dem Boden. Ich muss diese Verzweiflung los werden.
Wieder zwinge ich mich hoch. Ich sehe Sterne, kann meine Umgebung kaum erkennen. Aber keine Erschöpfung auf dieser Welt, kann schlimmer sein, als diese Realität. Wenn sie mich erwischt wird Sie mich in den Wahnsinn treiben. Ich werde dem Wahnsinn vollkommen ausgeliefert sein, das kann ich nicht zu lassen. Also renne ich weiter, ohne mich selbst noch zu spüren,flüchte ich vor diesem Grauen.