„Cogito ergo sum – Ich denke, also bin ich“ René Descartes
Ich denke, also bin ich.
Ich kann für mich behaupten das dieser Satz, auf mich zutrifft. Es ist der Satz der mir beweist das ich irgendwie existieren muss.
Doch als was?
Bin ich ein Mensch aus Fleisch und Blut? So wie ich mich sehe und fühle?
Kann ich diesen Sinnen vertrauen?
Und was ist mit den Menschen um mich herum?
Denken sie auch? Sind sie auch ?
Ich werde nie erfahren ob es jemand nur sagt, oder ob er so denken kann wie ich. Diese greifbaren, echten Gedanken. Ich will es nicht anzweifeln. Ich will nicht an der Existenz meiner Mitmenschen zweifeln. Und doch kann ich es nicht wissen.
Genauso wenig wie ich von meiner Existenz als Mensch überzeugt bin.
Beruht meine Existenz auf einer Idee eines vollkommenen Wesens? Gibt es etwas vollkommenes?
Und wären wir nur Ideen, wäre dann nicht alles möglich?
Muss man vielleicht tatsächlich nur die Existenz des Löffels anzweifeln um ihn zu verbiegen? Wie in Matrix?
Ich frage mich, ist das was ich sehe und fühle.. höre und rieche.. ist das alles real?
Gibt es eine Realität?
Und wenn ja, ist es dann die, die ich wahrnehme?
Oder sind das alles nur Wunschvorstellungen? Ist es wohl möglich das ich tatsächlich nur ein zufälliges Lebewesen auf diesem Planeten bin, und meine Gedanken nur chemische Reaktionen sind?
Daran will ich nicht glauben… Das erste mal als mir dieser Gedanke kam, riss es mich von den Knien. Das Aufstehen war gar nicht so einfach. Und sollte es tatsächlich einen Beweis geben das es nur das gibt, was ich sehe und fühle, verliere ich jeden Lebenswillen den ich habe.
Und der ist derzeit unglaublich stark.
Andererseits würde ich jedes Risiko für den Beweis eingehen, dass das hier nicht alles ist. Jedes Risiko.
Und wenn ich meine Seele an den Teufel verkaufen müsste.
Ach und selbst wenn. Ist doch egal 😀